Volkswagen ruft in Mexiko 20.000 Autos zurück
- Volkswagen ruft in Mexiko 20.000 Autos zurück13.02.2010 Die Rückrufaktionen von Volkswagen gehen weiter: Nach Brasilien ruft der deutsche Autobauer nun auch in Mexiko rund 20.000 Autos zurück, weil es nach Angaben des VW-Werks in Puebla bei den Modellen Gol und Gol Sedan Probleme mit den Hinterrädern geben könnte. Der von einer Pannenserie geplagte japanische Toyota-Konzern rief unterdessen in den USA und Kanada rund 10.000 Fahrzeuge seines Pickup-Modells Tacoma zurück.
Wie die Volkswagen-Fabrik im zentralmexikanischen Puebla am Freitag mitteilte, besteht die Gefahr, dass die Radlager an den Hinterrädern bei den betroffenen Modellen nicht ausreichend gefettet sind. Werde das Problem nicht behoben, könne dies zunächst Lärm verursachen und schließlich zum Blockieren der Hinterräder führen.
Einen Tag zuvor hatte VW wegen ähnlicher Probleme fast 200.000 Fahrzeuge in Brasilien in die Werkstätten zurückgerufen. Bei den brasilianischen VW-Modellen Novo Gol und Voyage aus den Jahren 2009 und 2010 gab es demnach ähnliche Probleme wie bei den Autos in Mexiko: Volkswagen will die möglicherweise unzureichend gefetteten Radlager nach eigenen Angaben überprüfen, weil die Räder blockieren und sich im schlimmsten Fall sogar lösen könnten.
Wenige Stunden vor der neuen Rückrufaktion bei VW hatte der japanische Autobauer den Rückruf von rund 10.000 Fahrzeugen seines Pickup-Modells Tacoma in den USA und Kanada wegen möglicher Probleme mit der Antriebswelle angekündigt. Wie Toyota-Sprecherin Mieko Iwasaki in Tokio mitteilte, sind außerdem rund 200 Fahrzeuge in Mexiko, auf Hawaii und anderen Inseln betroffen. Nach Angaben des Autoherstellers könnte es durch einen Fabrikationsfehler gefährliche Risse in den Antriebswellen der Allrad-Fahrzeuge geben.
Nach Angaben eines US-Regierungsvertreters stammt die fehlerhafte Antriebswelle von dem amerikanischen Autozulieferer Dana. Dieser habe die Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA bereits darüber informiert, dass auch Nissan und Ford von dem Fabrikationsfehler betroffen sein könnten. Laut Toyota dürfte ein Großteil der betroffenen Modelle noch nicht verkauft sein.
Der japanische Autokonzern hat seit Monaten mit einer Reihe von Pannen zu kämpfen. Wegen technischer Probleme musste Toyota seit vergangenem Herbst fast neun Millionen Autos weltweit zurückrufen. Allein in den USA wurden bereits mehr als sechs Millionen Fahrzeuge zurückrufen, vor allem wegen gefährlicher Mängel an Gaspedalen und Bremsen.
Nach heftiger Kritik an seiner Informationspolitik will der Autohersteller seine Kunden japanischen Medienberichten zufolge in Zukunft umfassend informieren - auch über kleinere Unzulänglichkeiten wie etwa nicht richtig schließende Türen.
In den USA verklagte eine Autofahrerin nach einem tödlichen Unfall mit dem Toyota-Hybridauto den japanischen Konzern. In ihrer Klage, welche die 67-jährige Krankenschwester am Freitag bei einem Gericht in Los Angeles einreichte, macht sie Toyota für den Unfalltod ihres Ehemanns verantwortlich. Auf einer Autobahn im Bundesstaat Nebraska hatte der Wagen ihren Angaben zufolge plötzlich unkontrolliert beschleunigt und ein anderes Auto gerammt. Die Klägerin selbst wurde schwer verletzt, ihr Mann war sofort tot.
©Â
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