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9/7/2010 : 2:09 am : +0200
12.02.2010 17:42 Alter: 206 Tage

Umweltbundesamt warnt vor brennbarem Kühlmittel in Pkw-Klimaanlagen

Umweltbundesamt warnt vor brennbarem Kühlmittel in Pkw-Klimaanlagen12.02.2010 Das Umweltbundesamt (UBA) hat die Autoindustrie aufgefordert, bei Pkw-Klimaanlagen auf die Verwendung eines brennbaren Kältemittels zu verzichten. Mit dem Einsatz des synthetischen Mittels HDFKW-1234yf in Autoklimaanlagen könnten "nicht ausreichend bewertete Risiken" verbunden sein, warnte UBA-Präsident Jochen Flasbarth am Freitag. Wenn sich das brennbare Mittel etwa bei einem Motorbrand entzündet, entsteht laut UBA zudem der hoch giftige und stark ätzende Fluorwasserstoff.
Das UBA empfahl stattdessen die Verwendung des natürlichen Kältemittels R744 aus Kohlenstoffdioxid (CO2), das ungiftig ist und sich nicht entzünden kann. Zwar favorisierten deutsche Hersteller dieses Mittel, eine klare Festlegung der Automobilindustrie sei jedoch bislang nicht zu erkennen. "Pkw-Klimaanlagen mit CO2 als natürlichem Kältemittel sind serienreif entwickelt", erklärte Flasbarth. Die deutsche Autoindustrie habe bereits seit Jahren in diese Technik investiert und dürfe nun nicht "die Chance verspielen, mit der innovativen CO2-Klimatechnik den Weltmarkt anzuführen".

Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) schloss sich der Forderung des UBA an. "Der Verband der Deutschen Automobilindustrie hat bereits 2007 erklärt, dass seine Mitglieder zukünftig CO2 als umweltfreundlicheres Kältemittel einsetzen werden", erklärte Werner Korn vom VCD-Bundesvorstand. "Eine Serienproduktion von Klimaanlagen mit CO2 als Kältemittel lässt jedoch weiterhin auf sich warten." Die Hersteller müssten ihren Worten Taten folgen lassen.
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