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9/7/2010 : 2:39 am : +0200
12.02.2010 09:39 Alter: 207 Tage

Für Musik ist es nie zu spät

Für Musik ist es nie zu spät

Für Musik ist es nie zu spät12.02.2010 Senioren sollten sich nicht wegen ihres Alters davor scheuen, ein Musikinstrument zu erlernen. "Viele Menschen verspüren in späteren Jahren den Wunsch, nun endlich ein Instrument zu lernen, das sie schon immer mal spielen wollten", sagt Wolfhagen Sobirey vom Vorstand des Verbands der Musikschulen (VdM) in Hamburg - und er ermuntert Interessierte: "Machen Sie es."
©  ddp
Sicher falle das Instrumentespielen schwerer, je älter man werde. "Die Feinmotorik der Finger, das Gehör, das Lerntempo und die Aufnahmefähigkeit lassen nun mal unaufhaltsam nach", erläutert Sobirey. Aber schließlich gehe es nicht darum, dass ein Mensch auf seine alten Tage hin ein bravouröser Konzertpianist werde. "Schon das Spiel mit wenigen Tönen kann ein musikalischer Genuss sein", betont er.

Sobirey rät Senioren eher zu Instrumenten wie Klavier, Keyboard oder auch Gitarre. Ein Blas- oder Streichinstrument im Alter zu erlernen sei weitaus schwieriger. Grundsätzlich müssten Senioren darauf achten, dass sie ihre Ansprüche nicht zu hoch setzten. "Denn Ältere sind oft schneller frustriert und geben dann überstürzt ihr Ziel auf."

An Kursen, die sich eigens an Schüler im dritten und vierten Lebensalter richten, mangele es nicht. Vier von zehn Musikschulen hätten inzwischen einschlägige Angebote im Programm, sogenannte Seniorenclubs zum Beispiel. "Dort musizieren ältere Menschen gemeinsam in größerer Runde, etwa mit Orff-Instrumenten." Dabei gehe es nicht zuletzt um das soziale Erlebnis in der Gemeinschaft. Ein Vorteil solcher offenen Clubangebote sei zudem, dass eine regelmäßige Teilnahme anders als bei herkömmlichem Musikunterricht nicht notwendig sei. "Man kann ohne Druck und Zwang daran teilnehmen", sagt Sobirey.

An manchen Schulen gebe es auch Schnupperkurse, in denen Senioren verschiedene Instrumente ausprobieren könnten. Ein weiteres Modell werde derzeit in Düsseldorf und Neuss erprobt. "Dort kommen Musiklehrer- und -therapeuten zu den Menschen nach Hause", berichtet der Musikexperte.

(ddp)


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