Agentur Kyodo: Toyota-Chef bereit zu Anhörung vor US-Kongress
Agentur Kyodo: Toyota-Chef bereit zu Anhörung vor US-Kongress12.02.2010 Der wegen der Rückrufserie unter Druck stehende Toyota-Chef Akio Toyoda wird wohl doch Ende Februar vor dem US-Kongress Rede und Antwort stehen. Die japanische Nachrichtenagentur Kyodo meldete am Freitag, Toyoda sei dazu bereit, wenn er offiziell geladen werde. Die Anhörung im US-Kongress zu den technischen Problemen von Toyota ist für den 24. Februar geplant.
Eine Sprecherin von Toyota hatte am Freitagmorgen noch gesagt, Toyoda habe seine eigentlich für Februar geplante Reise in die USA auf Anfang März verschoben. Als Grund gab sie die heftigen Schneefälle in den USA an. Kyodo meldete nun unter Berufung auf Unternehmenskreise, Toyoda sei bereit, sich den Fragen eines Ausschusses des US-Repräsentantenhauses zu stellen.
Toyota hatte in den USA wegen gefährlicher Mängel am Gaspedal 2,3 Millionen Fahrzeuge zurückrufen müssen. Der republikanische Kongressabgeordnete Darrell Issa hatte am Mittwoch angekündigt, er werde Toyoda zu der Anhörung in dem Ausschuss einladen. Daran teilnehmen sollen auch Verkehrsminister Ray LaHood, der Direktor der Verkehrssicherheitsbehörde, David Strickland, und der US-Toyota-Chef Yoshimi Inaba.
US-Präsident Barack Obama hatte in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview die Autokonzerne aufgefordert, im Falle von Sicherheitsbedenken rasch und transparent zu handeln. Er betonte allerdings, dass er seine Äußerungen nicht als Kritik an Toyota verstanden wissen wolle: "Noch sind nicht alle Fakten bekannt, deswegen werde ich dazu noch keine Meinung äußern." Er glaube, dass Toyota "trotz der jüngsten Probleme ein exzellenter Autobauer" bleibe.
Weltweit musste Toyota in den vergangenen Monaten fast 8,7 Millionen Autos wegen verschiedener Mängel zurückrufen. In Zukunft wolle der Hersteller seine Kunden umfassend informieren - auch über kleine Unzulänglichkeiten wie nicht richtig schließende Türen, berichtete die japanische Zeitung "Yomiuri Shimbun" am Freitag. Autohersteller sind gesetzlich nicht verpflichtet, Mängel in dieser Größenordnung mitzuteilen. Mit diesem Schritt wolle Toyota verlorenes Vertrauen zurückgewinnen, berichtete die Zeitung.
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