Dies und das
Dies und das
Meine Motorräder
Das erste Motorrad, dass ich mein Eigen nennen durfte, war eine GPZ 305 mit Zahnriemenantrieb und einer „unbändigen“ Kraft von 27 PS. Dies hatte einen doppelten Vorteil:
1.Da ich im Besitz eines Stufenführerscheins war (2 Jahre Leistungsbeschränkung auf 27 PS, Nachweis über gefahrene Kilometer) konnte ich keine Drossel entfernen (Mofa lässt grüßen)
2.Einfaches Lernen (Verhältnis PS/kg)
Außerdem war der Geschwindigkeitsrausch bei 160 km/h zu Ende……
Nachdem dann die 2 Jahre vorüber waren, habe ich jemanden gefunden, der unbedingt mein Motorrad haben wollte. Daraus wurde ein „Null“Geschäft für mich. D.h. ich habe das Motorrad nach 2 Jahren für den selben Preis verkauft, für den ich es gekauft habe. Da die Saison fast vorüber war, hatte ich genügend Zeit, mich nach einem neuen Motorrad umzusehen.
Also was kaufen??? Es sollte auf jeden Fall ein Motorrad sein, dass für lange Strecken tauglich war und gleichzeitig ein entspanntes Fahren ermöglichte. Also erst mal die Arbeitskollegen fragen, die schon ein Motorrad fahren. Niemand gab eine genaue Empfehlung ab (heul). Jeder sagte:“ Schau dir mehrere Motorräder an und fahr ne Zeit mit. DU musst dich wohlfühlen und kannst selber am Besten beurteilen, ob du entspannt fährst und ob dir die Knochen wehtun…..“
Hm, was für eine Aufgabe…
Zwei Wochen später kam ein Arbeitskollege zu mir und sagte, dass er seine Honda CBR 1000 verkaufen will. Von 27 PS gleich auf 100 PS (war noch so zugelassen, also offene Leistungsklasse). Und dann noch das Gewicht. Und noch die Möglichkeit, über 200 km/h zu fahren. Nee, dass ist mir dann doch viiiiiiiieeel zu viel. Aber trotzdem PROBEFAHRT. Nach einer Stunde: GEIL, keine Rückenschmerzen, keine Knieschmerzen und soooooooo ein Grinsen im Gesicht.
Also doch, denn alle anderen Motorräder waren zu klein. Nach einer halben Stunde Probefahrt Knie- und/oder Rückenschmerzen. Nach zwei Wochen Bedenkzeit und weiterer diverser Probefahrten kam die Entscheidung.
Diese CBR und sonst kein anderes Motorrad!!!
Also Montag zum Arbeitskollegen und: Habe will!!! Und dann kam seine Antwort: Hm, sorry ich verkaufe sie doch nicht, denn ich ziehe mit meiner Freundin zusammen und kann mir kein neues Motorrad kaufen.
Also alles noch mal von vorne. Mist. Aber wenigstens wusste ich WAS ich haben will!!! Das Problem war nur: NIEMAND wollte eine CBR 1000 verkaufen. Mittlerweile war es November. Also starten wir einen neuen Versuch im nächsten Jahr.
Im Februar kam dann ein anderer Arbeitskollege auf mich zu und fragte mich, ob ich denn noch immer nach einer 1000er CBR suche. JAAAA klar. Warum? Ein Freund von ihm verkauft seine CBR und er hat sie immer gewartet. Sie ist tiptop in Ordnung und in einem 1a Zustand, hat aber schon 60.000 km drauf. Ist ein Langstreckenmotorrad (4x Spanienurlaub) und Kette mit Ritzel sowie Nockenwellenspanner sind neu. Also ins Auto und ansehen. Der Kollege hat nicht zu viel versprochen. Das Motorrad steht da wie frisch aus dem Laden. Kein Kratzer, keine Beule oder sonst irgendeine Beanstandung. Preis war auch ok. Also gekauft! GEIL! Im März war dann Abholtermin. Wetter war ok. Also holen.
Unterstellplatz war bei nem Freund zwei Orte weiter. Nach vier Wochen dann der erste Abflug. Linkskurve, falsche Reaktion und dann HighSider. Ich vorne weg und Motorrad hinterher. Erste Reaktion? Klar, was ist dem Motorrad passiert? Naja, linker Spiegel weggeklappt und verkratz. Linke Seitenverkleidung kaputt, Beule im Tank aber sonst alles ok. Also aufheben und dann kam es. Der linke Fuß tat beim Aufheben weh! Keine Chance das Motorrad hochzuheben. Zum Glück hatte mein Freund, der vorne weggefahren war die ganze Situation mitverfolgt und kam zurück. Er hat mir geholfen, das Motorrad aufzuhaben. Aber was nun? Linker Fuß kaputt heißt, keine Möglichkeit zu schalten. Es sind noch ca. 20 km bis nach Hause. Und nachts um 3 Uhr will ich niemanden aus dem Bett holen. Handy war damals noch nicht…..
Also Zähne zusammenbeissen und durch. Natürlich war die Lenkung nicht mehr die Beste aber es musste irgendwie funktionieren. Dritter Gang rein und los. Hat alles geklappt bis nach Hause. Kollege vorneweg und die Kreuzungen freigemacht und ich immer durch. Zu Hause habe ich dann das Motorrad abgestellt und ins Bett.
Beim Kilometerstand von ca. 110000 km ist auf der Heimfahrt aus dem Urlaub ein Motorradventil abgerissen. Der ADAC hat mich dann mit dem kaputten Motorrad nach Hause gebracht. Mein Mechaniker hat dann das Motorrad zerlegt und mir mitgeteilt, dass ein wirtschaftlicher Totalschaden vorliegt.
Also Motorrad weg und ein neues muss her. Aber bitte das gleiche wieder….
Vier Wochen später dann ein Anruf. Mein Schrauber hat wieder eine gefunden! Keine Rote, aber eine weiß-blaue mit Tourenscheibe. Und die war auch nicht mit 100 PS zugelassen sondern komplett mit 136 PS. Was für ein Unterschied….
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